Kaffeeparcours

Kaffee to go für alle? Über (un-)fairen Kaffeehandel und arme Kaffeebauern

Seit September 2011 steht unser überarbeiteter Kaffeeparcours, der durch die swb-Bildungsinitative finanziert wurde, zur Verfügung. Dieser Parcours eignet sich für Jugendliche ab dem 9. Schuljahr.

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse von der Schule am Leher Markt waren einen Vormittag im Eine-Welt-Zentrum in der Langen Straße und haben den neu gestalteten Kaffeeparcours ausprobiert.

Bei diesem Parcours ging es z. B. an der Station 1 um die Wege des Kaffees von den Anbauländern bis zum Supermarkt in Deutschland

Anhand von Informationsmaterial werden die wichtigsten Kaffee-Anbauländer herausgesucht. Mit Fäden wird auf einer Weltkarte der Weg des Kaffees vom Anbauland bis zu uns gekennzeichnet. Außerdem werden Informationen von der Kaffeepflanze bis zum Kaffee herausgearbeitet.

An der Station 2 geht es um die Arbeitsbedingungen auf den Kaffeeplantagen

Hier erfahren die Jugendlichen, nach welchen strengen Kriterien die Kaffeebohnen ausgelesen werden. Aus einem Korb mit Kaffeebohnen, gelben und grünen Erbsen, sollen sie im Akkord die Kaffeebohnen heraus sortieren. Bei dieser Arbeit geht es um Schnelligkeit und um Genauigkeit - und das 10 Stunden am Tag!!

Die Station 3 informiert nun über den Transport des Kaffees vom Anbaugebiet bis zum Hafen

Die Jugendlichen begeben sich auf eine Fantasiereise auf eine Kaffeeplantage in Brasilien. Nach der Einstimmung sollen sie zügig einen 20 kg schweren Sack zur “Kaffee-Sammelstelle” tragen. Wie fühlt man sich bei solch einer Arbeit, denn 20 kg können ganz schön schwer werden!!

Anhand von Rollenkarten soll nun ein kleines Rollenspiel über das Leben und die Arbeit von verschiedenen Personen eingeübt werden (z. B. Miguel, 8 Jahre, aus Guatemala, Don Jaime Bonifaz, Fincabesitzer aus Guatemala oder Tumaini, 18 Jahre, aus Tansania).

An der Station 4 geht es um Importeure, Kaffeeröster und um die Kaffeebörse: warum die Preise steigen und wann sie fallen.

Hier nun endlich wird der Rohkaffee geröstet, bewertet, gemahlen und ....

natürlich auch probiert!!!

Dann ging es darum, wie die Kaffeebörse funktioniert: gibt es ein Unwetter, dann könnte die Kaffeeernte vielleicht gering ausfallen und der Kaffeepreis steigt. Wird im Gegenzug von einer guten Kaffeeernte ausgegangen, dann fällt der Kaffeepreis.

Die Jugendlichen der Station 5 besuchen den Weltladen, um die Besonderheiten des Weltladens und die Vorteile des fairen Handels zu erfahren. Außerdem wird eine Kaffeeverkostung mit herkömmlichen Kaffee und fair gehandelten Kaffee durchgeführt.

Bevor eine Gruppe den Weltladen aufsuchen wird, erhalten die Jugendlichen von Elke Wittdorf (terre des hommes) Informationen über die Vorteile des fairen Handels.

Am Schluss wird dann der Parcours abgelaufen, d.h. die Jugendlichen gehen von Station zu Station und werden über das, was die Mitschüler am Vormittag erfahren haben, informiert. Und...

Für die Präsentation wird nun an jeder Station ein Plakat erstellt, um die erworbenen Kenntnisse in kurzer Form zusammenzustellen.

natürlich wird dann auch der faire Kaffee in verschiedenen Variationen probiert. Mhm... lecker!!

Nordsee-Zeitung vom 29. September 2010