MADE IN_? MADE BY_?

Kleidungsausstellung MADE IN_? MADE BY_? Auf den Spuren unserer Kleidung

Die Ausstellung thematisiert ökologische und soziale Implikationen der Bekleidungs-herstellung (z. B. im Baumwollanbau, beim Färben und in der Konfektion) und verdeutlicht, wie wenig nachhaltig die heutige Bekleidungsproduktion ist. Sie beleuchtet den Zusammenhang zwischen Konsument/-innenwünschen nach günstiger, modischer Kleidung einerseits und ökologischer Zerstörung sowie Ausbeutung von menschlicher Arbeitskraft / Menschenrechtsverletzungen andererseits.                                                    

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Lehrerfortbildungsinstitut Bremerhaven und der IG Metall Bremerhaven organisiert und war vom 03.05. bis 28.05.10 im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer zu sehen. Die Eröffnungsveranstaltung war am 03.05.10 und als Referentin war Christiane Schnura von der Kampagne für Saubere Kleidung eingeladen.

Die Ausstellung wurde von Kerstin Ulke (NSF), Herma Thies (LFI) und Gaby Köckritz (IG Metall Bremerhaven) eröffnet.

Christiane Schnura von der Kampagne für Saubere Kleidung referierte über die Produktionsbedingungen in den Herstellungsländern. Außerdem zeigte sie den Zuhörern Möglichkeiten auf, wie sich Verbraucher gegen diese Missstände wehren können.

Mehr Informationen zur Kampagne für Saubere Kleidung gibt es hier

Drei Säulen thematisieren zunächst den Rohstoffanbau, die Verarbeitung der Baumwolle und weitere Produktions-schritte bis zur fertigen Kleidung.

Na, was gibt es hier zu sehen? Es sind verschiedene Baumwollprodukte zu sehen, wie z.B. Baumwollöl und eine Baumwollpflanze.

Es gibt auch eine Fühlstation, an der Textilproben erfühlt und er-raten werden konnten.

An dieser Jeans kann man erkennen, wer wieviel an einer Jeans verdient: Der Einzelhandel verdient 50 % und die Arbeiter/innen 1 %!!! vom Verkaufspreis.

Die Ausstellung war aber nicht nur für Erwachsene interessant, sondern auch viele Schulklassen haben sie sich angesehen. Anhand von Fragebögen haben die Schüler/innen die Problematik im Baumwollanbau, in der Verarbeitung der Baumwolle und in der Kleidungsherstellung erarbeitet.

Die Baumwolle gehört zu den am stärksten mit Pestiziden behandelten Pflanzen. Im Jahr wird sie bis zu 25 Mal gespritzt. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit pro Jahr 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen beim Baumwollanbau.

Bei der Herstellung einer Jeans werden ca. 8.000 Liter Wasser verbraucht. Das verschmutzte Wasser der Fabriken fließt oft ungeklärt in Flüsse und Seen und gelangt damit auch ins Trinkwasser. Jeden Tag sterben 4.000 Kinder durch verunreinigtes Wasser (Schätzung der UN)

An der Säule Verarbeitung haben die Schüler/innen erfahren, warum neue Kleidung vor dem ersten Tragen gewaschen werden sollte. Bei der Herstellung von Stoffen werden bis zu 8.000 verschiedene Chemikalien und rd. 4.000 Farbstoffe eingesetzt.

An der Säule Konsum haben die Schüler/innen das Fairtrade-Siegel kennengelernt, an dem öko-faire Kleidung zu erkennen ist und was dieses Siegel bedeutet.

An dieser Weltkarte konnte der Weg einer Jeans mit einem Band verfolgt werden: Die Baumwolle wird in Usbekistan angebaut, die Weiterverarbeitung der Baumwolle erfolgt in der Türkei, Indien, Rumänien, Bulgarien. Dann reist der Baumwollstoff nochmals viele tausend Kilometer, um in China zu Jeans genäht zu werden. Nach dieser langen Reise gelangt die Jeans dann endlich in Deutschland in den Handel.

Mit den Quizwürfeln konnten die Schüler/innen die passenden Antworten zu Fragen wie z.B. “Wieviel Baumwolle enthält ein T-Shirt aus 100 % Baumwolle?” herausfinden. (Ein 100 % Baumwoll-T-Shirt enthält 73 % Baumwolle; der Rest ist Mischgewebe)

Im Anschluss haben die einzelnen Gruppen ihre Mitschüler/innen über das Thema ihrer Säule informiert.