Kundgebung “Aufnehmen statt Abschotten” nun am 01.03. um 16.00 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz, Lehe

In Lipa/Bosnien und  in Cara Tepe auf Lesbos kämpfen Flüchtlinge um ihr Überleben. 1300 Menschen sind auch jetzt noch in Bosnien schutzlos Schnee und Temperaturen bis zu -11 Grad ausgeliefert. Immer wieder sehen wir in den Medien Bilder von dieser menschenunwürdigen Situation. Wir denken, jetzt ist keine Zeit mehr wegzusehen, weil wir selbst gerade so mit Covid 19 beschäftigt sind, sondern  wir müssen hinschauen!

Am 30.01.2021 haben Menschen in vielen Städten “hingeschaut” und sind mit zahlreichen kreativen Aktionen unter dem Motto: “Aufnahme statt Abschotten” an die Öffentlichkeit getreten. Sie folgten damit dem Aufruf von 140 zivilgesellschaftlichen Organisationen unter der Federführung von Balkanbrücke, Seebrücke und Pro Asyl. Den Aufruf mit ihren Forderungen finden Sie im Anhang. Seit dem Aktionstag hat sich jedoch nichts geändert: Die EU setzt auf Abschreckung und Abschottung um jeden Preis! Und trotz 200 aufnahmebereiter Kommunen bleibt es beim Nichthandeln der deutschen Politik.

“Hinschauen” hier in Bremerhaven heißt für uns, sich für eine Veränderung dieser menschenverachtenden Politik einzusetzen. Deshalb unser Vorschlag: Gemeinsam mit vielen Organisationen und Gruppen hier in Bremerhaven müssen wir öffentlich humanitäre Hilfe für die Geflüchteten in Lipa und in Cara Tepe fordern und deutlich machen: “Auch in Bremerhaven haben wir Platz, Geflüchtete aufzunehmen!”

Für gemeinsame Aktionen schlagen wir die Zeit vom 15.02. – 28.02. 2021 vor. Wir würden uns freuen, wenn in dieser Zeit durch den öffentlichkeitswirksame Aktionen wie z.B. Pressemitteilungen, Plakate, Aushänge … auf die unmenschliche Situation in Lipa und Cara Tepe aufmerksam gemacht und die genannten Veränderungen gefordert würden.

Als Auftakt für die gemeinsamen Aktionen und Stellungnahmen wird am 15.02.2021 um 16.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Ernst-Reuter-Platz stattfinden. Dem Aufruf, öffentlichkeitswirksame Aktionen zu unterstützen, haben sich inzwischen viele Institutionen angeschlossen: z. B. ev. Jugend, die OMAS, verschiedene Kirchengemeinden, das Aktionsbündnis gegen Rechts, der Dialog Verein, Amnesty-Ortsgruppe, terre des hommes-Ortsgruppe, Stadtschülerring und natürlich der AK „Migration und Flüchtlinge“. Auf der Kundgebung wird Gisela Wiegel die Begrüßung übernehmen und dann werden Söhnke Helms (ev. Jugend), Carina Bahmann (Seebrücke), Kamil Gürsoy (Dialog Verein für gleiche Rechte) und Werner Keil (ev. reform. Kirchengemeinde)  kurz sprechen.

Spätere Aktionen hierzu sind herzlich willkommen!